Korykos bildet den größten antiken Siedlungsplatz unserer Region. Herodot (484-425 v. Chr.), der als Vater der Geschichte gilt, schrieb, daß der Gründer der Stadt der Prinz Korykos aus Zypern war. Zum ersten Mal wird Korykos in der Geschichte genannt, als 197 v. Chr. Antiochos III., König von Syrien, die Kilikischen Pforten und die Mittelmeerküste von den Ptolemäern, den hellenistischen Herrschern in Ägypten eroberte. Die Römer besetzen Korykos 67 v. Chr.,aber erst 72 n. Chr.wurde es römische Stadt. Cicero (106 - 43 v. Chr.), Livius und Plinius schrieben über die Stadt und verhalfen ihr so zu Prominenz.
Das Zentrum der römisch - byzantinischen Stadt lag an der Nordostecke der ( späteren ) Burg von Korykos. Neben den bedeutenden Monumenten und Kunstwerken wurden auch schriftliche Überlieferungen und Münzen bekannt. Die Stadt hatte Münzrecht. Hauptgott der Stadt war Hermes, Gott des Handels und Götterbote. Dieser Kult kam aus dem Landesinneren hierher, aber ein Tempel ließ sich bisher nicht nachweisen, weder für Hermes noch für einen anderen Gott, obwohl Baureste im Zentrum der antiken Stadt dafür sprechen. Im Ostflügel der Landburg sind Terrassen einer öffentlichen Anlage erkennbar, die evtl. einer Säulenstraße zugeordnet werden können,deren gut erhaltener Eingangstorbau aus der Zeit Kaiser Hadrians ( 117 - 138 n. Chr. ) heute das im Westen gelegene Seetor der Burg bildet. Der kleine Brunnen im Gräbertal, die Reste des Quais und der Verbindung zur Mädchenburg, die riesige Zisterne und mit sieben Aquädukten die Wasserleitung, deren Gesamtlänge vom Lamusfluß zur Zisterne 25 km beträgt und einige Teile der Stadtmauer sind alle aus römischer Zeit.
Korykos
Korykos 1
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Korykos 2
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Korykos 3
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Korykos 4
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Korykos 5
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Während der christlichen römisch-byzantinischen Zeit florierte die Stadt und hinterließ eindrucksvolle Ruinen von Basiliken und verschiedenen Gebäuden. Nach Stephanus von Byzanz war Korykos die bedeutendste Stadt im Gebiet von Seleukeia. Im Mittelalter war es wegen seiner beiden Festungen bekannt. Barbaro, der venetianische Gesandte, der Korykos am Ende des 15.Jh. besuchte, beschrieb die erhaltenen Monumente detailliert, besonders von den beiden Befestigungen,die den Hafen schützten.
Als die Angriffe der Turkstämme gefährlicher wurden, riefen die Einwohner von Korykos Peter I. von Zypern zu Hilfe und öffneten seinem Gesandten Robert von Lusignan die Stadttore. 1448 wurde sie dennoch von dem Karamanfürsten Ibrahim Bey erobert. 1482 wurde unsere Region osmanisch. Im 19 Jh. war die Gegend sehr dünn besiedelt und erst seit 70-80 Jahren lassen sich wieder viele an der Küste von Kizkalesi nieder.Die Burg von Korykos, genannt auch Landburg steht an der Spitze einer ehemaligen Halbinsel oberhalb des Hafens und war von drei Seiten natürlich geschützt - im Süden durch das Meer, im Westen durch die Hafenbucht, im Norden durch ein Sumpfgebiet, das nach Regenfällen durch Bäche aus dem Gräberfeld überschwemmt wurde. Leicht ist festzustellen, daß fast nur Steine der antiken Stadt für den Bau der Burg in der Mitte des 13 Jh. verwendet wurden. Die ursprüngliche Burg stammte sicher aus viel früherer Zeit, sie ist jedoch von der neuen völlig überdeckt. Diese besteht aus zwei Ringmauern, der Hof ist 145x125 m groß. Der Feind konnte nur von der Ostseite an die Burg heran,deshalb sind hier die Mauern besonders stark gebaut. Außerdem wurde hier ein tiefer Graben in den Fels geschlagen, der Burg und städtisches Umland trennt. Heute ist dieser Graben trocken und zugewachsen bzw. verschüttet, im Mittelalter war er sicherlich mit Wasser gefüllt.
Die äußere Schutzmauer hat nur im Osten Türme. Das Haupteingangstor war mit der Stadt vermutlich mit einer Zugbrücke verbunden. An den beiden Seiten des Haupttores sind zwei bearbeitete Marmorblöcke von 1,44 m verbaut, ursprünglich Altäre eines römischen Tempels. In byzantinischer Zeit waren sie benutzt worden, um die kaiserliche Verordnung, vermutlich von Kaiser Anastasius ( 491 - 518 ) über die Verwaltung von Korykos geschrieben zu veröffentlichen. So haben diese beiden Altäre und die Inschriften nichts mit dem Eingangstor in die Burg zu tun.
An der Südwest-Ecke hat der äußere Mauerring ein Bogentor, das Hafentor, was als Ausfalltor in schlechten Zeiten gedacht sein mußte und für Bürger der Stadt eine Fluchtmöglichkeit bot. Der innere Mauerring war viel stärker gebaut als der äußere, hatte 12 Türme, die die Mauer sicherten, an der Südwest-Ecke einen rechteckigen Turm, der das Hafentor schützte.Eindrucksvoll ist das monumentale römische Seetor aus dem 2./3.Jh.n.Chr. von 5,9 m Breite,vermutlich war es das Prachttor, das den Beginn der Säulenstraße, die vom Hafen zum Tempel führte, markierte. Im Mittelalter wurde dieses Tor als Burgtor in den inneren Mauerring integriert und hat so seine originale Form erhalten. Nördlich davon liegt die Hauptbastion mit zwei starken Türmen, zwischen denen sich ein geschlossener Hallenraum erstreckt, an der Südost-Ecke ein starker Turm,von dem der Haupteingang in der äußeren Mauer überblickt werden konnte.
Im Hof der Burg befinden sich Kirchenruinen, eine Kapelle in der Südwest-Ecke, eine weitere, kleinere östlich davon, die dritte und größte steht in der Nordwest-Ecke, nahe der Bastion mit dem Hallenraum. Dies ist eine dreischiffige Kirche mit einem Mittelschiff von 7 m und zwei Seitenschiffen von 2,35 m Breite. Nur eine Zisterne von 4,5 x 3,5 m befindet sich in der Nähe des Eingangs innerhalb der Burg.
Fünf Bauphasen können heute an der Burg festgestellt werden:Die Bogentoranlage stammt aus römischer Zeit, vermutlich Ende 2.Jh./Anfang 3.Jh. n.Chr. Die ganze Burg wurde wohl in byzantinischer Zeit 1103-04 unter Admiral Eugenius erbaut. Später weitere byzantinische Erbauung. Die Nordseite stammt wahrscheinlich aus dem 13 Jh.( Regierungszeit von Oshin). Lusignan ließ im 14Jh. Mauerwerk mit kleinen Mauersteinen reparieren.
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